Sicher Einkaufen im Netz

Ein­kau­fen im Inter­net wird immer mehr eine Alter­na­ti­ve beim Shop­pen. Mehr als die Hälf­te der rund 54 Mil­lio­nen Inter­net­nut­zer in Deutsch­land bestell­ten laut dem Sta­tis­ti­schen Bun­des­amt im Jahr 2oo9 min­des­tens ein­mal online.

Sichere Bestellabwicklung

Siche­res Pass­wort wäh­len. Bei der Anmel­dung in einem Online­shop immer siche­re Pass­wör­ter ver­wen­den! Siche­re Pass­wör­ter sind min­des­tens 8 Zei­chen lang und bestehen aus einer Kom­bi­na­ti­on aus Buch­sta­ben, Zah­len und Son­der­zei­chen.

Bei­spiel:
Petra123 – unsi­cher
Kv749+p4 – sicher

Auf siche­re Ver­bin­dung (SSL) ach­ten.

Bei der Über­mitt­lung von Kon­to– oder Kre­dit­kar­ten­da­ten auf eine gesi­cher­te SSL–Verbindung [4. SSL (Secu­re Socket Lay­er) ist ein Ver­schlüs­se­lungs­pro­to­koll zur siche­ren Daten­über­tra­gung im Inter­net. Sie­he auch http://de.wikipedia.org/wiki/Transport_Layer_Security] (Secu­re Socket Lay­er) ach­ten.

Eine gesi­cher­te Ver­bin­dung erkennt man an https:// in der Adress­zei­le des Brow­sers (Wich­tig: das „s“ hin­ter http). Zusätz­lich erscheint ein Schloss­sym­bol in der Adress­leis­te, oder unten im Brow­ser­fens­ter.

Ver­schlüs­sel­te Ver­bin­dung

Bezahlen, aber sicher

Bezahlen, aber sicher
Bezah­len, aber sicher

Kauf auf Rechnung

Die Zah­lung erfolgt erst nach Erhalt und Prü­fung der Ware. Die­ses ist die sichers­te Zah­lungs­me­tho­de beim Online­kauf. Da hier der Ver­käu­fer das Risi­ko trägt, wird die­se Zah­lungs­form bei eini­gen Anbie­tern für Neu­kun­den nicht ange­bo­ten. Dar­über hin­aus holen eini­ge Shop­be­trei­ber vor­ab Infor­ma­tio­nen über das Zah­lungs­ver­hal­ten des Kun­den von Wirt­schafts­aus­kunftei­en und der Schufa ein. Dies muss dem Kun­den aber vor­her mit­ge­teilt wer­den.

Kauf per Nachnahme

Zah­lung bei Lie­fe­rung der Ware bar an den Lie­fer­ser­vice (DHL, UPS, DPD usw.)
Zusätz­li­che Nach­nah­me­ge­büh­ren (ca. 2 €– 4 €) fal­len an. Die Ware kann erst nach Bezah­lung geöff­net bzw. geprüft wer­den.

Bankeinzug/Lastschrift

Bei die­sem Zah­lungs­ver­fah­ren wird dem Shop­be­trei­ber ermäch­tigt, den fäl­li­gen Betrag vom Bank­kon­to ein­zu­zie­hen. Dazu wird dem Shop­be­trei­ber die Bank­ver­bin­dung und Kon­to­num­mer mit­ge­teilt.

Hier­bei auf eine siche­re SSL-Ver­bin­dung (https://) bei Über­mitt­lung der Kon­to­da­ten ach­ten. Die Belas­tung des Kon­tos erfolgt i. d. R. nach Aus­lie­fe­rung der Ware.

Bei Pro­ble­men (z. B. Nicht-Lie­fe­rung der Ware) kann die Last­schrift jeder­zeit wider­ru­fen wer­den.

Kreditkarten

Bei Kre­dit­kar­ten [5. Sie­he http://de.wikipedia.org/wiki/Kreditkarte] auf siche­re Ver­bin­dung (https://) bei der Über­mitt­lung der Kar­ten­da­ten ach­ten.

Siche­re Zah­lungs­ver­fah­ren mit 3D Secu­re Code [6. Sie­he http://de.wikipedia.org/wiki/3-D_Secure] ver­wen­den. (Z. B. Veri­fied by VISA, Mas­ter­Card Secu­re Code)

Der 3D-Secu­re Code besteht aus einem zusätz­li­chen, sta­ti­schen Pass­wort, das zusätz­lich zu den Anga­ben der Kre­dit­kar­ten­num­mer, des Kar­ten­in­ha­bers, der Gül­tig­keit der Kar­te und evt. der Prüf­zif­fer ange­ge­ben wird.

Eine Son­der­form sind soge­nann­te vir­tu­el­le Prepaid–Kreditkarten (z. B. Wire­card). Der Kun­de erhält kei­ne phy­si­sche Kar­te, son­dern nur die erfor­der­li­chen Kar­ten­da­ten. Zah­lun­gen erfol­gen nicht auf Kre­dit-, son­dern auf Gut­ha­bens­ba­sis. Dabei fal­len z. T. beim Auf­la­den der Kar­te zusätz­li­che Gebüh­ren an.

Kre­dit­kar­ten­zah­lung kann, ähn­lich wie Last­schrift­ein­zug, wider­ru­fen wer­den.

Bezahlsysteme

Bezahlsysteme im Internet
Bezahl­sys­te­me im Inter­net

Wer sei­ne Bezah­lung über ein Bezahl­sys­tem wie PayPal, click­an­dbuy oder T–Pay abwi­ckelt, muss nicht in jedem Online–Shop erneut sei­ne Bank– oder Kre­dit­kar­ten­da­ten preis­ge­ben. Nach der Regis­trie­rung kann man sei­ne Bezah­lung über den Bezahl­sys­tem­an­bie­ter abwi­ckeln. Hier­bei erteilt man dem Anbie­ter eine Erlaub­nis, per Last­schrift die fäl­li­gen Beträ­ge ein­zu­zie­hen, oder man zahlt einen fes­ten Betrag ein, der dann für den Ein­kauf zur Ver­fü­gung steht.

Etwas anders funk­tio­niert Giro­Pay. Hier muss man für das Online­ban­king bei einer Spar­kas­se oder Volks­bank regis­triert sein. Beim Bezahl­vor­gang im Shop wird dann auf die Online–Banking–Seite der Spar­kas­se wei­ter­ge­lei­tet. Hier kann man mit dem übli­chen PIN/TAN–Verfahren den Betrag über­wei­sen.

Vor­tei­le Bezahl­sys­te­me:

  • Kon­to­da­ten nur noch bei einem Anbie­ter
  • Beque­me und schnel­le­re Abwick­lung von Zah­lungs­vor­gän­gen
  • Nur eine Ein­zugs­er­mäch­ti­gung bzw. ein Pre­paid­kon­to
  • Bei T–Pay ist die Abrech­nung über die Tele­fon­rech­nung mög­lich (nur für Telekom–Kunden)

Nach­tei­le Bezahl­sys­te­me:

  • Kun­de und Händ­ler müs­sen beim glei­chen Bezahl­sys­tem regis­triert sein
  • Vor­leis­tungs­ri­si­ko beim Kun­den
  • Bezahl­sys­te­me sind belieb­te Angriffs­zie­le von Phishing–Mails

Vorkasse

Die Ware wird erst nach Bezah­lung gelie­fert. Der Kun­de trägt das Vor­leis­tungs­ri­si­ko. Die­ses Zah­lungs­ver­fah­ren nur bei ver­trau­ens­wür­di­gen Shops ver­wen­den!

Kann ich vom Kaufvertrag zurücktreten?

Beim Online­kauf gilt ein gesetz­li­ches Wider­rufs­recht [7. Sie­he auch http://de.wikipedia.org/wiki/Widerrufsrecht] von 14 Tagen (§§ 312b, 312d, 355 BGB) Die Frist beginnt ab voll­stän­di­gen Erhalt der Ware. Inner­halb die­ser Zeit kann die Ware ohne Anga­be von Grün­den zurück­ge­ge­ben wer­den. Der Händ­ler ist ver­pflich­tet, schrift­lich auf das Wider­rufs­recht hin­zu­wei­sen (Wider­rufs­be­leh­rung).

Das Wider­rufs­recht gilt nicht bei …

  • Geöff­ne­te ver­sie­gel­te CDs, DVDs
  • Lebens­mit­tel, ver­derb­li­che Ware
  • Soft­ware­down­loads
  • Maß­an­fer­ti­gun­gen
  • Urlaubs­rei­sen, Kon­zert­kar­ten
  • Bahn– u. Flug­ti­ckets

Welche Kosten entstehen bei einer Rücksendung?

Die Kos­ten für die Rück­sen­dung trägt der Händ­ler. Bei einem Waren­wert unter 40 Euro kann der Händ­ler die Rück­sen­de­kos­ten dem Käu­fer auf­bür­den. Hier­zu genau die AGB bzw. Lie­fer­be­din­gun­gen des Händ­lers beach­ten. Der Händ­ler erstat­tet nach der Rück­sen­dung den Waren­wert. Übli­cher­wei­se wer­den auch die Ver­sand­kos­ten für die Zusen­dung an den Kun­den erstat­tet. Ob der Händ­ler die­se erstat­ten muss, ist recht­lich umstrit­ten. Auch hier­zu genau die AGB bzw. Lie­fer­be­din­gun­gen lesen.

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